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heidelberger institut beruf und arbeit, hiba gmbh
Heidelberg 1999

Arbeiten mit dem Förderplan – wie geht das?


Vorwort

Die Handreichung "Arbeiten mit dem Förderplan" als Arbeitshilfe für die Praxis in der Benachteiligtenförderung spiegelte 1991 den Entwicklungsstand eines wesentlichen Elements dieser Praxis: der individuellen Förderplanung.

Sie fußte dabei auf den Erfahrungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Trägern der Benachteiligtenförderung, die in unterschiedlicher Form ihre eigene Ausprägung einer systematischen Förderplanung gefunden hatten und sie ständig weiterentwickeln.

Die Handreichung, deren Erstfassung im November 1991 abgeschlossen wurde, gibt einen Überblick über das Arbeiten mit dem Förderplan in der Praxis der Benachteiligtenförderung. Sie informiert über die Möglichkeiten und Grenzen der Erhebung und Auswertung teilnehmer-bezogener Informationen und stellt einen Ablaufplan für die Erarbeitung individueller Förderpläne zur Verfügung. Die Rahmenbedingungen, unter denen eine effektive, zielgerichtete Förderung benachteiligter Jugendlicher möglich wird, werden skizziert.

Mein besonderer Dank für die Unterstützung bei der Erstveröffentlichung gilt Ulla Redecker, Götz Salisch und den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IB in Schwarzenbek für die Entwicklung eines Förderplan-Konzeptes; Guido Dorscheid, Neunkirchen-Wiebelskirchen, Thomas Menzel, Mönchengladbach, Charlotte Rommel-Straif, Frankfurt, Karl-Peter Ströbele, Dortmund und Petra Spoden, Köln, für ihre Hinweise und Anregungen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Einrichtungen der Benachteiligtenförderung, die ihre Materialien und Berichte zur Verfügung gestellt haben.

Die hier vorliegende Neufasssung der Texte greift die Weiterentwicklung des Instrumentes der individuellen Förderplanung in den letzten nahezu zehn Jahren auf. Dabei beschränkt sie sich jedoch auf einige wesentliche grundlegende Faktoren, die das Arbeiten mit dem Förderplan gelingen oder scheitern lassen. Der enge Bezug der ersten Textfassung auf die ausbildungsbegleitenden Hilfen im Rahmen der Benachteiligtenförderung wird aufgegeben. Individuelle Förderplanung ist längst als eines der wesentlichen Instrumente jeglicher personenbezogener Förderung etabliert.
Für den kritischen Dialog in diesen Fragen danke ich der IGabH und MVabH, den Mitarbeiter(inne)n des Landesjugendamtes Niedersachsen und deren Seminarteilnehmer(inne)n sowie nicht zuletzt und insbesondere Ruth Schröder und Pia Schnadt vom Berliner hiba-Büro für ihre Arbeiten zum Thema Förderplan.

Gerhard Bonifer-Dörr,
Darmstadt, Dezember 1999